Menü und Suche

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Braunschweig, 19. Juni 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Von links: Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Thorsten Warnecke, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz, und Birte Kepp, Projektleiterin von urbanista, stellten den Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts vor. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Von links: Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Thorsten Warnecke, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz, und Birte Kepp, Projektleiterin von urbanista, stellten den Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts vor.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Ein fast vierjähriger Prozess neigt sich dem Ende entgegen. Der Entwurf  für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist fertig. Auf mehr als 200 Seiten finden sich Ideen, Strategien und konkrete Maßnahmen für das Braunschweig der Zukunft. „Wir können stolz sein. Es ist eine tolle Sache, dass es uns in Braunschweig immer wieder gelingt,  verschiedene Akteure für solche Projekte zu gewinnen“, sagte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer in der Wichmann-Halle. Ein letztes Mal waren an dem Abend die 12 Arbeitsgruppen bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Vereinen und Verbänden zusammengekommen. Sie alle studierten gespannt den fertigen Entwurf, der die Grundlagen der Stadtentwicklung bis zum Jahr 2030 beschreibt.

In den Arbeitsgruppen wurde der Entwurf diskutiert. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Leuer dankte allen Beteiligten für deren engagierte Arbeit. Der große Einsatz aller Teilnehmer habe sich gelohnt. „Das vorliegende Werk ist ein 360-Grad-ISEK. Es umfasst bewusst einen Blick in sämtliche Bereiche der Stadt: Kunst, Kultur, Soziales, Grün, Mobilität, Wohnen, Wirtschaft und Wissenschaft“, betonte der Stadtbaurat. Viele interessante Projekte würden in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Der Inhalt des Stadtentwicklungskonzepts gliedert sich in die fünf Leitziele „Die Stadt kompakt weiterbauen“, „Chancen und Räume für alle sichern“, „Braunschweigs Potenziale stärken“, „Braunschweig zur umweltgerechten und gesunden Stadt entwickeln“ sowie „Zukunftsorientierte Mobilität gestalten“. Den Leitzielen zugeordnet sind insgesamt 26 Rahmenprojekte.

Birte Kepp vom verantwortlichen Planungsbüro urbanista blickte während der Präsentation noch einmal kurz zurück. In dem offenen Bürgerdialog „Denk deine Stadt“ waren ab Herbst 2015 mehr als 5000 Ideen und Wünsche von Bürgern für das Braunschweig der Zukunft eingegangen. Diese seien im weiteren Verlauf in Rahmenprojekten gebündelt worden, was nicht leicht gewesen sei. „Die Herausforderung bestand darin, sich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren, andererseits aber auch nicht zu oberflächlich zu bleiben“, sagte Kepp. Es folgten Fachdialoge, Expertenchecks, Bürgerwerkstätten. Herausgekommen sei ein Entwurf, der ein Ziel verfolge: Braunschweig zu einer noch lebenswerteren Stadt zu machen. Hierzu könne das Konzept auch in Zukunft noch ergänzt und angepasst werden. „Nun wünschen wir uns den Mut, die Projekte in den nächsten Jahren umzusetzen“, schloss Kepp.

Ein letztes Mal kamen die Arbeitsgruppen zusammen und sprachen über den Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Im Anschluss an die Präsentation kamen die Arbeitsgruppen ein letztes Mal für rund eine Stunde zusammen. Die Teilnehmer kommentierten den ISEK-Entwurf, ließen Arbeitsabläufe noch einmal Revue passieren und zogen eine Bilanz des gesamten Prozesses. Auch inhaltlich ging es in mancher Gruppe zum Abschluss ins Detail. In der Arbeitsgruppe „Umwelt“ diskutierten die Teilnehmer engagiert über nachhaltige und innovative Energieversorgung in Neubaugebieten sowie möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität.

„Der Entwurf ist auf die Stadt Braunschweig konzentriert. Das heißt aber nicht, dass wir bei den weiteren Konkretisierungen nicht regionale Akteure einbinden und uns noch stärker über die Stadtgrenzen hinaus vernetzen“, sagte Leuer und läutete einen lockeren Ausklang des Abends ein. Am Dienstagabend wird der ISEK-Entwurf unter dem Aspekt seiner räumlichen Auswirkung den Stadtbezirksräten vorgestellt. Die verortbaren Maßnahmen und Projekte sind in Teilraumkonzepte übersetzt worden. Das ist eine weitere Darstellungsform, damit die Bürgerinnen und Bürger vor Ort direkt erkennen können, welche Wirkungen Maßnahmen und Projekte entfalten können", erläuterte Thorsten Warnecke, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung. Im zweiten Halbjahr 2018 soll der Rat der Stadt den Entwurf als Leitfaden für die Zukunft beschließen.

Zu diesem Thema

alle Nachrichten